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Deutschland:Überblick

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Überblick Deutschland

Contents

Deutschland:Politischer, sozialer und wirtschaftlicher Hintergrund und Trends

Deutschland:Historische Entwicklung

Deutschland:Wichtigste Organe der Legislative und Exekutive

Deutschland:Bevölkerung: Demographische Lage, Sprachen und Religionen

Deutschland:Politische und wirtschaftliche Lage

Deutschland:Aufbau und Steuerung

Deutschland:Grundlegende Prinzipien und nationale Politiken

Deutschland:Strategie für lebenslanges Lernen

Deutschland:Aufbau des Bildungssystems und seiner Struktur

Deutschland:Aufbau des privaten Bildungswesens

Deutschland:Nationaler Qualifikationsrahmen

Deutschland:Verwaltung und Steuerung auf nationaler und/oder regionaler Ebene

Deutschland:Verwaltung und Steuerung auf lokaler und/oder institutioneller Ebene

Deutschland:Statistiken zu Aufbau und Steuerung

Deutschland:Bildungsfinanzierung

Deutschland:Finanzierung des Elementar- und Schulbildungsbereichs

Deutschland:Finanzierung der Hochschulbildung

Deutschland:Finanzierung der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung

Deutschland:Aufbau der Programme für Kinder unter 2-3 Jahren

Deutschland:Lehren und Lernen in Programmen für Kinder unter 2-3 Jahren

Deutschland:Leistungsbeurteilung in Programmen für Kinder unter 2-3 Jahren

Deutschland:Aufbau der Programme für Kinder ab 2-3 Jahren

Deutschland:Lehren und Lernen in Programmen für Kinder ab 2-3 Jahren

Deutschland:Leistungsbeurteilung in Programmen für Kinder ab 2-3 Jahren

Deutschland:Andere Organisationsmodelle und alternative Strukturen in der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung

Deutschland:Primarbildung

Deutschland:Aufbau des Primarbereichs

Deutschland:Lehren und Lernen im Primarbereich

Deutschland:Leistungsbeurteilung im Primarbereich

Deutschland:Andere Organisationsmodelle und alternative Strukturen

Deutschland:Sekundarbildung und postsekundärer, nicht-tertiärer Bereich

Deutschland:Aufbau der allgemeinbildenden Sekundarstufe I

Deutschland:Lehren und Lernen in der allgemeinbildenden Sekundarstufe I

Deutschland:Leistungsbeurteilung in der allgemeinbildenden Sekundarstufe I

Deutschland:Aufbau der allgemeinbildenden Sekundarstufe II

Deutschland:Lehren und Lernen in der allgemeinbildenden Sekundarstufe II

Deutschland:Leistungsbeurteilung in der allgemeinbildenden Sekundarstufe II

Deutschland:Aufbau der beruflichen Sekundarstufe II

Deutschland:Lehren und Lernen in der beruflichen Sekundarstufe II

Deutschland:Leistungsbeurteilung in der beruflichen Sekundarstufe II

Deutschland:Postsekundärer, nicht-tertiärer Bereich

Deutschland:Hochschulbildung

Deutschland:Arten von Hochschuleinrichtungen

Deutschland:Studiengänge im ersten Studienzyklus

Deutschland:Bachelor

Deutschland:Kurzstudien in der Hochschulbildung

Deutschland:Studiengänge im zweiten Studienzyklus

Deutschland:Programme ausserhalb der Bachelor- und Master-Struktur

Deutschland:Studiengänge im dritten Studienzyklus (Doktorandenprogramme)

Deutschland:Allgemeine und Berufliche Erwachsenenbildung

Deutschland:Aufteilung der Zuständigkeiten

Deutschland:Entwicklungen und gegenwärtige politische Prioritäten

Deutschland:Wichtigste Anbieter

Deutschland:Wichtigste Bildungsangebote

Deutschland:Validierung non-formalen und informellen Lernens

Deutschland:Lehrkräfte und sonstiges Bildungspersonal

Deutschland:Erstausbildung der Lehrkräfte im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Beschäftigungsbedingungen der Lehrkräfte im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Berufliche Weiterentwicklung der Lehrkräfte im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Erstausbildung der Lehrkräfte in der Hochschulbildung

Deutschland:Beschäftigungsbedingungen der Lehrkräfte in der Hochschulbildung

Deutschland:Berufliche Weiterentwicklung der Lehrkräfte in der Hochschulbildung

Deutschland:Erstausbildung der Lehrkräfte in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Beschäftigungsbedingungen der Lehrkräfte in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Berufliche Weiterentwicklung der Lehrkräfte in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Leitungs- und sonstiges Bildungspersonal

Deutschland:Leitungspersonal im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Personal im Bereich der Überwachung der Qualität im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Personal im Bildungswesen, das für Unterstützungs- und Beratungsangebote im Elementar- und Schulbildungsbereich zuständig ist

Deutschland:Sonstiges Personal im Schulbildungswesen

Deutschland:Leitungspersonal in der Hochschulbildung

Deutschland:Sonstiges Personal im Hochschulbildungswesen

Deutschland:Leitungspersonal in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Sonstiges Personal in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Qualitätssicherung

Deutschland:Qualitätssicherung im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Qualitätssicherung in der Hochschulbildung

Deutschland:Qualitätssicherung in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Pädagogische Förderung und Beratung

Deutschland:Sonderpädagogische Förderung an allgemeinen Schulen

Deutschland:Sonderpädagogische Förderung im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Fördermassnahmen für Lernende im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Unterstützung und Beratung im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Fördermassnahmen für Lernende in der Hochschulbildung

Deutschland:Unterstützung und Beratung in der Hochschulbildung

Deutschland:Fördermassnahmen für Lernende in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Unterstützung und Beratung im Sinne des lebenslangen Lernens

Deutschland:Mobilität und Internationalisierung

Deutschland:Mobilität im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Mobilität in der Hochschulbildung

Deutschland:Mobilität in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Sonstige Dimensionen der Internationalisierung im Elementar- und Schulbildungsbereich

Deutschland:Sonstige Dimensionen der Internationalisierung in der Hochschulbildung

Deutschland:Sonstige Dimensionen der Internationalisierung in der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung

Deutschland:Bilaterale Übereinkommen und internationale Zusammenarbeit

Deutschland:Laufende Reformen und Politikentwicklung

Deutschland:Reformen im Bereich der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung

Deutschland:Reformen im Schulbereich

Deutschland:Reformen im Bereich der Berufsausbildung und Erwachsenenbildung

Deutschland:Reformen im Bereich der Hochschulbildung

Deutschland:Reformen im Bereich von Querschnittsfertigkeiten und Beschäftigungsfähigkeit

Deutschland:Die europäische Perspektive

Deutschland:Gesetzgebung

Deutschland:Einrichtungen

Deutschland:Bibliographie

Deutschland:Glossar

Besonderheiten des deutschen Bildungswesens

Die Verantwortlichkeit für das Bildungswesen in Deutschland ist zwischen Bund und Ländern aufgeteilt. Der Umfang der Kompetenzen des Bundes im Bildungswesen ist im Grundgesetz festgelegt. Soweit das Grundgesetz nicht dem Bund Gesetzgebungsbefugnisse verleiht, haben die Länder das Recht der Gesetzgebung, das im Bereich des Bildungswesens den Schulbereich, den Hochschulbereich, die Erwachsenenbildung und die Weiterbildung umfasst; die Verwaltung auf diesen Gebieten ist nahezu ausschließlich Angelegenheit der Länder.

Neben der oben beschriebenen Aufgabenabgrenzung sieht das Grundgesetz auch Regelungen über das Zusammenwirken von Bund und Ländern im Rahmen der so genannten Gemeinschaftsaufgaben vor. 

Die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung ist in Deutschland nicht Teil des staatlich organisierten Schulwesens, sondern beinahe ausschließlich der Kinder- und Jugendhilfe zugeordnet. Die Zuständigkeit liegt auf Bundesebene im Rahmen der öffentlichen Fürsorge beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie auf Länderebene bei den Jugend- und Sozialministerien, zum Teil auch bei den Kultusministerien.

Nach der gemeinsamen vierjährigen Grundschule (in Berlin und Brandenburg nach der sechsjährigen Grundschule) findet eine frühzeitige Aufteilung auf die weiteren Bildungsgänge der Hauptschule, Realschule und des Gymnasiums statt.

Die Berufsausbildung findet im dualen System statt. Das System wird als dual bezeichnet, weil die Ausbildung an zwei Lernorten durchgeführt wird: im Betrieb und in der Berufsschule.

Stufen des Bildungssystems

Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung

Der Elementarbereich umfasst Einrichtungen für Kinder bis zum Schuleintritt mit in der Regel sechs Jahren. Für schulpflichtige, aber aufgrund von Entwicklungsverzögerungen zurückgestellte Kinder gibt es in einigen Ländern weitere Einrichtungen (Schulkindergärten, Vorklassen), deren Zuordnung zum Elementar- oder Primarbereich nach Ländern unterschiedlich geregelt ist.

Schulpflicht

Die allgemeine Schulpflicht beginnt für alle Kinder in der Regel im Jahr der Vollendung des sechsten Lebensjahres und beträgt neun Vollzeitschuljahre. Nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht unterliegen diejenigen Jugendlichen, die im Sekundarbereich II keine allgemeinbildende oder berufliche Schule in Vollzeitform besuchen, der Teilzeitschulpflicht (Berufsschulpflicht). Diese beträgt in der Regel drei Teilzeitschuljahre, wobei sich die Teilzeitschulpflicht nach der Dauer des Ausbildungsverhältnisses in einem anerkannten Ausbildungsberuf richtet.

Primarbereich

Die Kinder sind in der Regel im Jahr der Vollendung des sechsten Lebensjahres schulpflichtig und treten in die für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsame Grundschule ein, die in der überwiegenden Mehrzahl der Länder die Jahrgangsstufen 1 bis 4 (in Berlin und Brandenburg 1 bis 6) umfasst.

Sekundarbereich

Nach der Grundschule sind die weiteren Bildungsgänge im Sekundarbereich mit ihren Abschlüssen und Berechtigungen in unterschiedlichen Schularten organisiert. Nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht erfolgt der Übergang in den Sekundarbereich II. Das Angebot im Sekundarbereich II umfasst allgemeinbildende und berufliche Vollzeitschulen und die Berufsausbildung im dualen System.

An Schularten mit einem Bildungsgang ist der gesamte Unterricht auf einen bestimmten Abschluss bezogen. Traditionell sind dies Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Schularten mit mehreren Bildungsgängen vereinen zwei oder drei Bildungsgänge unter einem Dach. Sie haben zwischenzeitlich in den meisten Ländern zur Abschaffung von Haupt- und Realschule geführt.

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es zudem unterschiedliche Typen von sonderpädagogischen Bildungseinrichtungen.

Nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht – in der Regel mit dem 15. Lebensjahr – erfolgt der Übergang in den Sekundarbereich II entsprechend den Abschlüssen und Berechtigungen, die am Ende des Sekundarbereichs I erlangt werden. Das Angebot umfasst allgemeinbildende und berufliche Vollzeitschulen und die Berufsausbildung im dualen System.

Tertiärbereich

Der tertiäre Bereich umfasst die Hochschulen (Universitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen) sowie sonstige Einrichtungen, die berufsqualifizierende Studiengänge für Absolventen des Sekundarbereichs II mit Hochschulzugangsberechtigung anbieten.

Daneben sind einige Sonderformen des Hochschulwesens ohne freien Zugang (z. B. Hochschulen der Bundeswehr und Verwaltungsfachhochschulen) entstanden, die hier nicht berücksichtigt werden.

Als Alternative zum Hochschulstudium stehen Hochschulzugangsberechtigten in einigen Ländern die Berufsakademien offen. An staatlichen oder staatlich anerkannten Studienakademien sowie an beteiligten Ausbildungsstätten wird eine wissenschaftsbezogene und zugleich praxisorientierte berufliche Bildung vermittelt.

Die Fachschulen und die Fachakademien in Bayern sind Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung, die grundsätzlich den Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und eine entsprechende Berufstätigkeit voraussetzen. Das dabei vermittelte Qualifikationsniveau ist vergleichbar mit der ersten Stufe des tertiären Bereichs gemäß der Internationalen Standardklassifikation für das Bildungswesen ISCED (International Standard Classification of Education).

Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen

Die Tätigkeit des Staates beschränkt sich im Bereich der Weiterbildung weitgehend auf die Festlegung von Grundsätzen sowie auf Regelungen zur Ordnung und Förderung. Diese sind in Gesetzen des Bundes und der Länder festgeschrieben. Ziel der staatlichen Regelungen ist es, Rahmenbedingungen für die optimale Entwicklung des Beitrags der Weiterbildung zum lebenslangen Lernen zu setzen.

Die Weiterbildung gewinnt im Rahmen des lebenslangen Lernens wachsende Bedeutung und entwickelt sich zunehmend zu einem eigenständigen Bereich im Bildungswesen. Den vielfältigen Anforderungen an Weiterbildung wird mit einer differenzierten Weiterbildungsstruktur entsprochen. Weiterbildungsangebote bieten kommunale Einrichtungen, insbesondere Volkshochschulen, private Träger, Einrichtungen der Kirchen, der Gewerkschaften, der Kammern, der Parteien und Verbände, der Betriebe und der öffentlichen Verwaltungen, Elternschulen und Familienbildungsstätten, Akademien, Fachschulen und Hochschulen sowie Fernlehrinstitute an. Auch Funk und Fernsehen bieten Weiterbildungsprogramme an.

Das Nachholen schulischer Abschlüsse ist in der Regel an Abendschulen (Abendhauptschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien) und Kollegs möglich.

Nützliche Links

Die Beschreibung der nationalen Bildungssysteme bei Eurydice stellt umfassende und vergleichbare Informationen über das deutsche Bildungssystem zur Verfügung. Weitere Informationen können den Websites des Sekretariates der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu entnehmen.

Struktur des Bildungssystems


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